Systemversagen – Der Flugzeugabsturz von 1986 und die Stasi

DOKUMENTARFILM (2018, 45 Min.)
Regie: Torsten Mehltretter
+ Aelrun Goette erhielt im Rahmen der Internationalen Hofer Filmtage 2022 den Filmpreis der Stadt Hof
14. November 2022

Central Kino / Hof

14. November 2022

Capitol Kino / Plauen

© Frank Scheffka
Es war eines der schwersten Flugzeugunglücke in der deutschen Geschichte: Am 12. Dezember 1986 stürzt eine Tupolew 134 A der sowjetischen Aeroflot beim Landeanflug auf Berlin-Schönefeld ab. An Bord ist damals auch eine Schweriner Schulklasse auf dem Rückweg von einer Reise nach Minsk. 20 Schüler einer 10. Klasse der Ernst-Schneller-Schule sowie drei ihrer Begleiter überleben das Unglück nicht. Insgesamt sterben 72 Menschen, nur zehn überleben das Unglück. Die Katastrophe passt nicht in das Selbstverständnis der DDR-Führung. Schon mit der ersten Meldung über den Absturz wird die Maschinerie der Stasi in Gang gesetzt. Kritik an der Sowjetunion soll unterbunden werden. „Unverzüglich“ werden Maßnahmen „zur Verfolgung und Einschätzung der Reaktion der Bevölkerung auf den Absturz“ ergriffen. Den Angehörigen werden Antworten verweigert, der Zugang zur Absturzstelle verwehrt.

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Matthias Baerens
Drehbuch
Frank Scheffka
Bruder eines tödlich Verunglückten
Dr. Helmut Müller-Enbergs
Adj-Prof. der Syddansk Universitet, DK