1986 reisten rund 5,6 Millionen Westdeutsche zu mehrtägigen Aufenthalten in den anderen Teil Deutschlands. Ein Teil der Reisen entfiel auf die obligatorischen Familienbesuche bei der Ost-Verwandtschaft. Aber nach dem Vorbild der Bruderstaaten wie Ungarn wollte sich auch die DDR als internationales Reiseland vermarkten. Wer in die DDR wollte, musste eine Reihe bürokratischer Hürden überwinden. Die DDR präsentierte sich 1973 erstmals auf der ITB, der Internationalen Tourismus-Börse in West-Berlin. Der sich eher mühsam entwickelnde Tourismus ähnelte einer Gratwanderung.