Ein Rückblick auf die entscheidenden Tage der Friedlichen Revolution im Oktober 1989 in der DDR am Beispiel der Städte Berlin, Dresden, Plauen, Karl-Marx-Stadt und Leipzig. Der Film des Bürgerkomitees 15. Januar e.V. zeigt, wie 1989 der Bürgermut wuchs und welche Faktoren beim Zusammenbruch des SED-Regimes ausschlaggebend waren. Bürgerrechtler, Ausreisewillige und frustriertes Bürgertum, überforderte Staatsführung, der Perestroika-Motor Gorbatschow und eine am Ende zum Teil ihre brutalen Befehle verweigernde Polizei spielten dabei eine große Rolle. Nicht zu vergessen ist auch der generelle Frust, der nach den Fälschungen der Kommunalwahl im Mai 1989 wuchs. Tausende flüchteten in die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in Prag und Warschau. Nachdem diese Flüchtlinge mit den Botschaftszügen über das Gebiet der DDR – auch durch Plauen – in Hof den freien Westen erreichten, kam es in einigen Städten der DDR zu tumultartigen Auseinandersetzungen. Am 7. Oktober 1989 fand in Plauen mit ca. 15.000 Teilnehmern die erste Massendemonstration statt, vor der die Staatsmacht zurückweichen musste.