„Lieber rückwärts aus dem Intershop als vorwärts zum Parteitag …“ Der Intershop war für den einkaufenden DDR-Bürger das kleine Konsumparadies – hier gab es die begehrten Westwaren. Auch Westdeutsche nutzten die Intershops als beliebte Einkaufstempel. Die an den Grenzübergangsstellen, auf den Transitstrecken und in Bahnhöfen eingerichteten Läden verkauften die beliebten Konsumgüter gegen Westwährung – zuerst an Reisende aus dem „kapitalistischen Ausland“, später auch an Bürgerinnen und Bürger der DDR, die über D-Mark verfügten. Die Entstehung einer „Zweiklassen-Gesellschaft“ führte zu Neidreaktionen. Für den DDR-Bürger war der Intershop das, was eigentlich unerreichbar war: der kleine Westen im eigenen Land.